„Bohrungen“, ein Release von AG
„Im Baukunstarchiv NRW hat der Künstler Andreas Golinski die vielschichtige Audiokunstinstallation „Bohrungen/Drillings“ realisiert. Die einzelnen Stücke speisen sich aus Textpassagen von Leonie Reygers einer Kunsthistorikerin, die nach Ende des 2.. Weltkrieges aus den Trümmern des zerstörten Museums für Kunst und Kulturgeschichte sie nach ihren Vorstellungen und mit bürgerschaftlicher Unterstützung das Museum am Ostwall (Dortmund) entwickelte (aktuell Baukunstarchiv NRW)
Golinskis Arbeit spürt den unsichtbaren Schichten eines Ortes nach: Durch das Zusammenspiel von historischen Sprachaufnahmen und klanglichen Interventionen werden sowohl künstlerische als auch zeitliche Ebenen hörbar gemacht. Der Titel „Bohrungen/Drillings“ verweist auf das akustische Erfassen verborgener Strukturen und Erinnerungen, die sich im Gebäudekörper des Baukunstarchivs verbergen.“
Diese Veröffentlichung auf dem Label GRAU/T bildet den auditiven Kern der Installation ab. Sie lädt dazu ein, sich auf eine Reise durch Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeiten zu begeben sowie in weniger beachtete Bereiche – wie den Heizungsraum – einzutauchen. So wird Vergangenheit hörbar, während das aktuelle Baukunstarchiv als Resonanzraum historischer Spuren erfahrbar bleibt.Die klanglichen Bohrungen decken verschiedene Schichten frei, die im Zusammenspiel von Text, Gebäudeklang und künstlerischer Bearbeitung zu einem eindringlichen Hörerlebnis verschmelzen. Mit „Bohrungen/Drillings“ führt Andreas Golinski auf sensible Weise vor Augen und Ohren, wie Geschichte, Architektur und individuelle Erzählungen miteinander verwoben sind.
GRAU/T hat sich zur Aufgabe gesetzt, abseits von gängigen Systemen einen Dialog mit der Stadt zu entwickeln. Wir dokumentieren den Zerfall städtischer Strukturen, indem wir den Klang als Informationsträger in den Mittelpunkt setzen.
Ton/Klang nimmt eine zentrale Rolle im Leben ein. Das Akustische ist das einzige Element, das den Körper des Zuschauers im Kino berührt und umfängt. Das Unerhörte geht in unserer Welt völlig unter. Durch die Reizfülle, besonders durch das Ungleichgewicht zwischen dem Auge und Ohr. Daher basiert das Interesse auf dem vernachlässigtem. Das Klangmaterial.
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